Union Berlin einen Traditionsclub zu nennen, kann zu erst verwirren, liegt seine Gründung doch keine 45 Jahre zurück. Wer sich jedoch kurz mit der Geschichte dieses Fußballvereins beschäftigt, stellt fest, dass Unions Wurzeln bis ins Jahr 1906 zurückreichen. Damals entstand Unions Vorgängerverein, der FC Olympia Oberschöneweide, der später in SC Union Oberschöneweide umbenannt wurde, vorübergehend BSG Motor Oberschöneweide hieß und erst bei seiner Neugründung im Januar 1966 zu seinem heutigen Namen kam. Nicht zuletzt wegen seiner großen Erfolge im DDR-Fußball, hat “Eisern Union” bis heute eine große Fangemeinde und genießt den Ruf eines Kult-Vereins. 1976 stieg Union in die DDR-Oberliga auf und gewann sogleich gegen den Stadtrivalen und als “Stasiverein” bezeichneten BFC Dynamo. Der 1. FC Union Berlin brach bei seinen Heimspielen Zuschauerrekorde und stand im Hinblick auf die Besucherzahlen insgesamt auf Platz 2, hinter Dynamo Dresden. Sein “Underdog”-Image und die allseits bekannte Missbiligung durch die DDR-Oberen, machte Union zum Sammelbecken für all diejenigen, die ihren Unmut gegen die bestehenden Verhältnisse auf diese Art äußern wollten.
“Eisern Union” ist vielleicht der Kultverein Berlins und hat sich in dieser Saison im Mittelfeld der 2. Bundesliga festgesetzt. Die Hymne des Clubs singt Nina Hagen, nur eine von vielen prominenten Anhängern des Vereins.
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