Der Vertrag von Energie Trainer Claus-Dieter Wollitz läuft am Ende der Saison aus. Er ist der Trainer, der frischen Wind ins doch etwas muffige Nest des Stadions der Freundschaft gebracht hat. Er war auch jener, der aus Ede Geyers langem Schatten treten konnte und mit seiner Linie junge deutsche Talente zu fördern, Cottbus zurück in die Erfolgsspur geführt hat.
Nach Jahren des Verkaufs von Talenten, wie Junioren Nationaltorwart Sebastian Mielitz nach Bremen oder Arne Feick zum direkten Rivalen Erzgebirge Aue steckte Energie Cottbus in einer Sinnkriese. Es wurden für Cottbuser Verhältnisse teure Spieler gekauft und der eigenen Jugend kein Vertrauen geschenkt. Bestes Beispiel ist hier die Torwart Position: Sebastian Mielitz wird als U19 Nationaltorhüter weggejagt, wird in Bremen sowohl in der Champions League, als auch in der Bundesliga in dieser Saison ins kalte Wasser geworfen und lieferte herausragende Leistungen ab (kicker Durchscnittsnote 2,0 in Bundesliga und Champions Leaugue). All das passierte, während in Cotbus auf seiner Position Vakanz herrschte.
Wollitz hat nun mit diesem Dogma gebrochen. Endlich möchte der geneigte FC Energie Fan seufzen. Und siehe da, der Aufschwung ist in vollem Gange! Das Sturmduo Jula/Pedersen zählt zu den besten der Liga und Cottbus liegt nur drei Zähler hinter dem Relegationsplatz. So weit, so gut…
Das Problem ist nun nur, dass mit Wollitz’s Vertrag der wohl wichtigste nach dieser Saison ausläuft. Die Fans wollen Wollitz, das Management will Wollitz. Aber was will Wollitz? Immer wieder betonte er, er brauche sportlich noch mehr perspektiven. Er hat auch nie einen Hehl daraus gemacht, dass es sein Traum ist, ein Erstliga Team zu trainieren. Und wenn Cottbus ihm das nicht bieten kann?
Das wäre für die sportliche Entwicklung wohl das, was für Amerikaner Pearl Harbor war. Eine riesige Katastrophe! Bevor sich also nun Verträgen wie denen von Jula oder Sörensen gewidmet wird sollte man Priritäten setzen. Diese kann nur die Verlängerung und langfristige Bindung von Wolltiz sein.