Quo Vadis Energie?

Gastautor 17. Dezember 2010Kommentar hinterlassen

Der Vertrag von Energie Trainer Claus-Dieter Wollitz läuft am Ende der Saison aus. Er ist der Trainer, der frischen Wind ins doch etwas muffige Nest des Stadions der Freundschaft gebracht hat. Er war auch jener, der aus Ede Geyers langem Schatten treten konnte und mit seiner Linie junge deutsche Talente zu fördern, Cottbus zurück in die Erfolgsspur geführt hat.

Nach Jahren des Verkaufs von Talenten, wie Junioren Nationaltorwart Sebastian Mielitz nach Bremen oder Arne Feick zum direkten Rivalen Erzgebirge Aue steckte Energie Cottbus in einer Sinnkriese. Es wurden für Cottbuser Verhältnisse teure Spieler gekauft und der eigenen Jugend kein Vertrauen geschenkt. Bestes Beispiel ist hier die Torwart Position: Sebastian Mielitz wird als U19 Nationaltorhüter weggejagt, wird in Bremen sowohl in der Champions League, als auch in der Bundesliga in dieser Saison ins kalte Wasser geworfen und lieferte herausragende Leistungen ab (kicker Durchscnittsnote 2,0 in Bundesliga und Champions Leaugue). All das passierte, während in Cotbus auf seiner Position Vakanz herrschte.

Wollitz hat nun mit diesem Dogma gebrochen. Endlich möchte der geneigte FC Energie Fan seufzen. Und siehe da, der Aufschwung ist in vollem Gange! Das Sturmduo Jula/Pedersen zählt zu den besten der Liga und Cottbus liegt nur drei Zähler hinter dem Relegationsplatz. So weit, so gut…

Das Problem ist nun nur, dass mit Wollitz’s Vertrag der wohl wichtigste nach dieser Saison ausläuft. Die Fans wollen Wollitz, das Management will Wollitz. Aber was will Wollitz? Immer wieder betonte er, er brauche sportlich noch mehr perspektiven. Er hat auch nie einen Hehl daraus gemacht, dass es sein Traum ist, ein Erstliga Team zu trainieren. Und wenn Cottbus ihm das nicht bieten kann?

Das wäre für die sportliche Entwicklung wohl das, was für Amerikaner Pearl Harbor war. Eine riesige Katastrophe! Bevor sich also nun Verträgen wie denen von Jula oder Sörensen gewidmet wird sollte man Priritäten setzen. Diese kann nur die Verlängerung und langfristige Bindung von Wolltiz sein.

Lange haftete dem VfL Bochum das Image der typischen Fahrstuhlmannschaft an. In den letzten Jahren konnten die Ruhrpott-Kicker erfolgreich gegen ihren Ruf ankämpfen, bis es sie in dieser Saison wieder ins Unterhaus verschlug. Etwas länger nicht mehr in der Beletage des deutschen Fußballs dabei ist eine ganz andere Fahrstuhlmannschaft. Der 1. FC Saarbrücken gastierte zuletzt 1992/93 unter dem aus verschiedenen Gründen legendären Peter Neururer in der Bundesliga. Man stieg jedoch direkt ab und musste sich 1995 auch noch mit dem Lizenzentzug in der Zweiten Liga abfinden. Fünf Jahre später ging es nochmal hoch in Liga zwei, es folgte ein auf und ab zwischen Zweiter Liga und Regionalliga. Doch was die Kicker von der Saar in den letzten fünf Jahren fabrizierten, spannte deren Fans erst so richtig auf die Folter. Ab dem Jahr 2006 stieg der FCS drei mal in Folge ab – von der Zweiten Liga in die Oberliga. Dann besann man sich eines besseren und stieg prompt zwei mal wieder auf. In der neuen Drittliga-Saison geht es nun wieder gegen namhafte Gegner wie Eintracht Braunschweig, Dynamo Dresden und die frisch abgestiegenen Rostocker. Und wer weiß: vielleicht schaffen die Blau-Schwarzen ja den dritten Aufstieg in Folge. Dieser Fahrstuhlmannschaft wäre es zuzutrauen.

Im Vergleich zu Liga 1 und 2 war es in der dritten am letzten Spieltag nochmal richtig spannend. Während Bayern München als Meister feststand und es auch keine Zweifel am Aufstieg von Kaiserslautern und St. Pauli gab, kämpften in der dritten Liga drei Teams um den Einzug in die nächst höhere Spielklasse. Einzig Erzgebirge Aue hatte einen sicheren Vorsprung von 2 Punkten und musste sich selbst um den Relegationsplatz keine Sorgen mehr machen. Da die Veilchen gegen die Werder Amateure auswärts 2:1 verloren und Osnabrück in Burghausen drei Punkte holen konnte, schafften es die Niedersachsen auf den ersten Tabellenplatz. Damit gehören sie zu den erfolgreichen Teams, die nach einem Abstieg sofort den Wiederaufstieg feiern können. Ebenso könnte es dem FC Ingolstadt ergehen, der als Tabellendritter in der Relegation gegen Rostock antreten muss. Weiter lesen »

Der letzte Spieltag in der 2. Bundesliga verspricht nicht mehr allzu viel Spannung. Seit dem vergangenen Wochenende steht nun auch St. Pauli als zweiter Aufsteiger neben Kaiserslautern fest. Letztere hatten sich schon am vorangegangenen Wochenende qualifiziert, obwohl sie ihre sicher geglaubte Aufsteigsparty am Freitag Abend nicht feiern konnten. Die 0:1 Heimniederlage gegen Hansa Rostock wurde jedoch am Sonntag von den Augsburgern “ausgebügelt”, da diese gegen den FSV Frankfurt nur unentschieden spielten und die Lauterer somit nicht mehr einholen können.

Auch die Absteiger aus Liga 2 stehen fest. Weder die TuS Koblenz noch Rot Weiss Ahlen können den Klassenerhalt noch schaffen. Sollte jedoch Arminia Bielefeld wegen Liquiditätsproblemen die zweite Liga verlassen müssen, könnte Koblenz nachrücken und doch in der Liga bleiben. “Sollte der Drittletzte der 2. Liga das Relegationsspiel gegen den Dritten der 3. Liga gewinnen, dann wäre die TuS der erste Nachrücker, sollten die Bielefelder für die Spielzeit 2010/11 keine Lizenz erhalten” (kicker). Ob Hansa Rostock oder der FSV Frankfurt das Relegationsspiel bestreiten müssen ist noch unklar. Ebenso steht der Gegner aus Liga 3 noch nicht fest.

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Mittlerweile zweifelt eigentlich niemand mehr daran, dass der 1. FC Kaiserslautern das Unterhaus in Richtung Erste Liga verlassen wird. Spätestens seit dem 2:1-Auswärtserfolg gegen Bielefeld am vergangenen Montag scheint der Aufstieg sicher. Wir möchten den “roten Teufeln” ganz herzlich gratulieren und uns schon mal verabschieden.

Nach einer überragenden wie überraschenden Saison 2009/10 die sich nun dem Ende zuneigt, kann der 1. FC Kaiserslautern am kommenden Wochenende den Aufstieg in Liga 1 perfekt machen. Aber schon jetzt stehen die Klauterer mit 65 Punkten an der Tabellenspitze, gefolgt von St. Pauli (58 Punkte) und Augsburg (57). Am Freitag tritt Kaiserslautern zu Hause gegen die abstiegsgefährdeten Rostocker an und hat extra dafür einen besonderen Deal mit den Ordnungsbehörden vereinbart…

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Im Kampf um den Aufstieg in die zweite Liga, gelang Erzgebirge Aue gegen den VfL Osnabrück ein wichtiger Heimsieg. Der Mann des Spiels war der Deutsch-Ghanaer Eric Agyemang, der dreimal traf. Die Sachsen zogen am FC Ingolstadt 04 vorbei auf Platz 2 der Tabelle, auch dank der “Hilfe” von Dynamo Dresden, die gegen die Ingolstädter drei Punkte holten. Der FC Aue hat realistische Aufstiegschancen, auch weil die Veilchen im Nachholspiel gegen Wehen Wiesbaden (27. April) wichtige Punkte gut machen können. Die Konkurrenten Osnabrück und Ingolstadt haben jeweils schon ein Spiel mehr absolviert.

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In der dritten Liga tobt ein harter Kampf um den Aufstieg. Zwischen dem Tabellenführer VfL Osnabrück (32 Spiele / 56 Punkte) und dem sechstplatzierten Carl Zeiss Jena liegen nur acht Punkte. Zudem haben die Thüringer bisher zwei Spiele weniger absolviert. Mit zwei Siegen können sie sich noch am Aufstiegsrennen beteiligen. Auf Platz 2 steht aktuell der FC Ingolstadt 04 (32 Spiele / 53 Punkte), gefolgt von Erzgebirge Aue (31 /52) und dem 1. FC Heidenheim (31 / 51), der letzte Saison noch in der Regionalliga Süd kickte. Auf Platz 5 steht Eintracht Braunschweig (31 / 50), die sich ebenso noch Chancen ausrechnen dürfen, zumindest auf den Relegationsplatz. Diese Saison zeigt jedem Fußballbegeisterten, dass dieser Sport auch jenseits der ersten und zweiten Liga mehr als spannend ist. Wer hat die größten Chancen für den (Wieder-)Aufstieg?! Und könnte ein völlig unbekannter Provinzclub aus Baden-Württemberg den Durchmarsch aus der vierten in die zweite Liga schaffen?

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Der Club Italia aus Berlin gehört eigentlich nicht zu den Vereinen, über die wir auf aufsteigerliga.de berichten. Aktuell spielt die erste Mannschaft in der Berliner Landesliga und die ist als 7. Liga ganze drei Spielklassen von der Regionalliga entfernt. Trotzallem scheint der Club Italia hierher zu passen, immerhin spielten die Jungs in der Saison 2007/08 noch in der Kreisliga A, steigen als Tabellenerster mit 69 Punkten und einem Torverhältnis von 86:19 in die Bezirksliga auf, die sie 2009 wieder als Tabellenerster mit 73 Punkten Richtung Landesliga verließen. Aktuell steht der CLub auf dem 3. Platz der Landesliga, knapp hinter dem Berliner SC und TUS Makkabi. Hinsichtlich dieses Durchmarsches wird schnell der Vergleich zur TSG Hoffenheim gezogen, die in der Saison 1999/2000 noch in der Verbandsliga spielten und 2008 in die erste Bundeliga aufstiegen. Der Hoffenheim-Vergleich ist auch deshalb nicht ganz falsch, dass hinter beiden Clubs fußballbegeisterte Geschäftsmänner stehen. Im Kraichgau ist es Dietmar Hopp vom Software-Riesen SAP. Bei Italia Berlino heißt er Florian Sinnig. Un der ist überraschender Weise kein Italiener…

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Arminia Bielefeld ist an seinem Tiefpunkt angekommen. Der Aufstieg in die 1. Bundesliga ist für den Verein “abgehakt”. Zum Erreichen des Relegationsplatz fehlen aktuell zehn Punkte.

Nach der Entlassung des Trainers, Thomas Gerstner, infolge der Heimpleite gegen den KSC am 25. Spieltag, wurden der Club jetzt auch von der Deutschen Fußball Liga (DFL) bestraft und muss “aufgrund von Verstößen gegen Bestimmungen der Lizenzierungsordnung” 50.000€ Geldstrafe zahlen und den Abzug von vier Punkten verkraften. Die Arminia akzeptierte die Strafe der DFL. Der Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung, durch das Verschweigen eines großen Finanzlochs, scheint berechtigt. Weil der Verein die fehlende Summe von rund 2,5 Millionen Euro gegenüber der DFL verschwiegen hatte, musste er im Hinblick auf die Wintertransfers keine Auflagen hinnehmen. Finanz-Geschäftsführer Heinz Anders gibt zu: “Wir haben einen großen Fehler gemacht, nicht zu kommunizieren”.

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