Lange haftete dem VfL Bochum das Image der typischen Fahrstuhlmannschaft an. In den letzten Jahren konnten die Ruhrpott-Kicker erfolgreich gegen ihren Ruf ankämpfen, bis es sie in dieser Saison wieder ins Unterhaus verschlug. Etwas länger nicht mehr in der Beletage des deutschen Fußballs dabei ist eine ganz andere Fahrstuhlmannschaft. Der 1. FC Saarbrücken gastierte zuletzt 1992/93 unter dem aus verschiedenen Gründen legendären Peter Neururer in der Bundesliga. Man stieg jedoch direkt ab und musste sich 1995 auch noch mit dem Lizenzentzug in der Zweiten Liga abfinden. Fünf Jahre später ging es nochmal hoch in Liga zwei, es folgte ein auf und ab zwischen Zweiter Liga und Regionalliga. Doch was die Kicker von der Saar in den letzten fünf Jahren fabrizierten, spannte deren Fans erst so richtig auf die Folter. Ab dem Jahr 2006 stieg der FCS drei mal in Folge ab – von der Zweiten Liga in die Oberliga. Dann besann man sich eines besseren und stieg prompt zwei mal wieder auf. In der neuen Drittliga-Saison geht es nun wieder gegen namhafte Gegner wie Eintracht Braunschweig, Dynamo Dresden und die frisch abgestiegenen Rostocker. Und wer weiß: vielleicht schaffen die Blau-Schwarzen ja den dritten Aufstieg in Folge. Dieser Fahrstuhlmannschaft wäre es zuzutrauen.